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Neuseeland

Der Sternenhimmel über Neuseeland

Schaut man auf eine Landkarte, so scheint Neuseeland wie ein abgeschiedenes Land am anderen Ende de Welt. Das hat einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Intensität der Leuchtkraft und die Anzahl der Sterne!

Die geografische Lage auf der Südhalbkugel der Erde ist die Ursache, dass wir hier ganz andere und vor allem viel mehr Sternenbilder finden als zu Hause. Die Ursache dafür, dass wir auf der Südhalbkugel mehr Sterne sehen, ist in der Lage der Milchstraße zu suchen. Ihr Zentrum liegt nämlich rund 20° südlich des Äquators. Befände man sich am Südpol, könnte man von dort aus den kompletten südlichen Sternenhimmel überblicken! Insgesamt kann man mit dem bloßen Auge rund 2000 Fixsterne beobachten. Das sind die Sterne, die ihre Lage im Jahreszeitenwechsel scheinbar nicht verändern. Sie bilden die uns bekannten Sternenbilder und Konstellationen

Das Musterbeispiels ist das Kreuz des Südens – Southern Cross – dass sich auch auf der Flagge Neuseelands wiederfindet. Hierbei handelt es sich um vier sehr hell leuchtende Sterne in einer rautenförmigen Anordnung, die eindeutig am Nachthimmel auszumachen sind.

Es scheint, dass es hier viel mehr Sterne gibt, was ebenso an der geringeren Bevölkerungsdichte liegt. Dadurch gibt es weit weniger künstliche Lichtquellen, die dazu beitragen können, dass die Sterne weniger hell erscheinen. Die Neuseeländer nennen das weniger light pollution – Lichtverschmutzung.

Am besten kann man den südlichen Nachthimmel am Lake Tekapo auf der Südinsel bewundern. Dort gibt es die sternenklarsten Nächte ganz Neuseelands. Und dies wird durch die Stadt sogar noch begünstigt. In Tekapo verwendet man deshalb extra Niedrigenergie-lampen, um das zu schützen, was durch die Industrie und durch eine hohe Bevölkerungszahl bereits am Verschwinden ist – grandiose, sternenklare Nächte!

Hier gibt es auch ein Observatorium der University of Canterbury (Christchurch) in Zusammenarbeit mit anderen astronomischen Einrichtungen auf der Welt. Wer Lust hat, kann sich der zweistündigen Stargazing-Tour anschließen, um das Kreuz des Südens, das Schiff Argo, den Skorpion oder die Magellanschen Wolken durch ein Teleskop zu bewundern.